Winterschule Ulten
Klöppeln ist eine alte Handwerkstechnik, die im alpinen Raum eine jahrhundertelange Tradition hat. Auch in Proveis gab es eine sehr bekannte Klöppelschule, die das Handwerk lehrte, da es eine große Bedeutung für den Zuerwerb der bäuerlichen Bevölkerung hatte. Klöppelspitzen sind eine Art Flechtwerk aus Fäden, die auf besonderen Spulen, den Klöppeln, aufgewickelt sind. Die Fäden werden von den Fingern entlang eines bestimmten Musters bewegt, dem sogenannten Klöppelbrief, dabei werden sie untereinander gekreuzt und gedreht. Kunstvolle Muster mit engen und größeren Verbindungen zu schaffen, Spitzen mit geschwungenen Rändern zu versehen und den Überblick mit den vielen verschiedenen Fäden nicht zu verlieren, das ist die Aufgabe der Klöpplerin. Alles folgt aber einer Logik, der Logik des Klöppelbriefes.
Der Aufbaukurs I schließt an den bereist erlernten Grundtechniken des Vorjahres an und hat folgende Themen zum Inhalt: Wiederholung der Grundkenntnisse, Klöppelbrief lesen (Zwirnstärke, Anzahl der Klöppel bestimmen, Anfangspunkt festlegen). Waltraud Schwienbacher macht eine Einführung zum Thema „Leinen, Hanf und Nesseln – Kulturgeschichte und Verarbeitung“.
| Kursdauer | 112 Unterrichtsstunden |
| Termine | 09.-10.10.2026 13.-14.11.2026 11.-12.12.2026 15.-16.01.2027 19.-20.02.2027 12.-13.03.2027 09.-10.04.2027 |
| Referentinnen | Martha Oberstolz, Fachkraft für Klöppeln Waltraud Schwienbacher, langjährige Erfahrung in der Verarbeitung von Naturfasern |
| Kursgebühr | 300,00 Euro |
| Materialspesen | Verrechnung nach Verbrauch |